Pressemitteilung:

12. Februar 2015

„Ein fast asozialer Umgang mit den Mitarbeitern“

Dr. Sascha Raabe sichert Belegschaft der Hanauer Firma J. Philipp Unterstützung zu
+Solidarität im Rahmen des DGB-Warnstreiks: Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe will sich für die Mitarbeiter des Hanauer Traditionsunternehmens Firma J. Philipp einsetzen.

Eine an Frechheit und Dreistigkeit kaum noch zu steigernde Vorgehensweise wirft Dr. Sascha Raabe der Firma Clinton bei der Abwicklung des Hanauer Traditionsunternehmens J. Philipp vor. „Das ist schon ein fast asozialer Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die über ihre Zukunft im Ungewissen lassen werden, während man bereits begonnen hat, die Produktionsmaschinen zu demontieren“, stellte der SPD-Bundestagsabgeordnete am Rande des zentralen Warnstreiks des DGB am Hanauer Goldschmiedehaus fest. Raabe informierte sich in direkten Gesprächen mit einigen der 130 Mitarbeiter, die in schwarzen T-Shirts mit der Aufschrift „Ausgesaugt und weggeworfen“ an der Kundgebung teilnahmen, über die Situation in der Bekleidungsfabrik: „Ich unterstütze die Forderung der IG Metall mit Betriebsrat und Gewerkschaft über eine Perspektive für die Arbeitsplätze in Hanau zu verhandeln oder im schlimmsten Fall mindestens die finanziellen Voraussetzungen für einen sozialverträglichen Arbeitsabbau zu schaffen."
„Was Clinton hier betreibt, ist unverantwortlich“, sagte Raabe. In einem „geharnischten Brief“ will der Bundestagsabgeordnete sich direkt an die Chefetage der Berliner Firma wenden. „Ein Unternehmen, das Geld für millionenschwere Investitionen an anderer Stelle hat, kann sich nicht so schändlich aus der Verantwortung ziehen. Know-how und Maschinen der Firma Philipp wurden gerne genommen, während die Mitarbeiter brutal ent-sorgt werden“, sagte Raabe.
Clinton hatte die Bekleidungsfabrik J. Philipp im März 2013 übernommen. Laut Gewerkschaftsangaben sicherte das Berliner Unternehmen zu, dass sich „an Struktur und Größe“ der Fabrik in Hanau-Wilhelmsbad nichts än-dern werde. Knall auf Fall veräußerte Clinton aber vor wenigen Tagen Phi-lipp an die auf das Liquidieren von Unternehmensgesellschaften spezialisierte Firma Pacemark. Der Großteil der Belegschaft wurde bei reduziertem Gehalt freigestellt, zeitgleich begann die Demontage der Näh- und Produktionsmaschinen.
Die neue Anzugkollektion von „Camp David“, der bekanntesten Modemarke von Clinton, wird mit dem Slogan „The other side of Camp David“ („Die andere Seite von Camp David“) beworben. Die Schnitte sollen aus Hanau stammen. „Die andere Seite von Camp David mag man in den Boutiquen sehen können, die hässliche Seite von Clinton sieht man hier in Hanau“, stellte Raabe fest.




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