Pressemitteilung:

27. April 2016

„Wichtig für ein Wiedererstarken des gemeinschaftlichen Lebens“

Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe beeindruckt vom Bürgerhof Ostheim
+Museum, Heimat für Vereine, Anlaufstelle der Bürger: Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe (Fünfter von rechts) freut sich über den regen Besuch beim Mittagessen.

Nidderau. Bürgerengagement, wie man „es sich nicht besser vorstellen kann“, attestiert Dr. Sascha Raabe den „Machern“ des Bürgerhofes Ostheim. Knapp zwei Jahre nach Eröffnung der Begegnungsstätte für alle Generationen überzeugte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete davon, wie viel Leben in den lange verwaisten Bauernhof eingekehrt ist.
„Ich muss einfach den Hut ziehen. Der Bürgerhof Ostheim ist ein sehr beeindruckendes Projekt mit wirklich vorbildlichen Bürgerengagement und wichtig für ein Wiedererstarken des gemeinschaftlichen Lebens. Hier kommen Menschen generationenübergreifend zusammen“, lobte Raabe bei einem Rundgang mit Horst Dillmann und Wilhelm Köppel vom Trägerverein, dem sich auch Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schultheiß anschloss. Jeder, der in der 17-monatigen Bauphase mit angepackt habe oder jetzt zu einer Veranstaltung komme, fülle das Haus mit Leben. „Man schaut nacheinander und beugt damit auch der Vereinsamung älterer Menschen vor, die in Großstädten immer mehr zunimmt“, verwies der Politiker auf einen wichtigen Nebeneffekt.
Vereine, wie die Boule-Brothers Ostheim, Landfrauen, Rotes Kreuz, Kirche und VDK bieten Aktivitäten für Menschen jeden Alters an. Die Stadt nutzt das Gebäude für Treffen des Seniorenbeirates sowie Sprechstunden von Ortsgericht, Schiedsmann und Revierförster. Bei Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt oder Festen platzt der Hof aus allen Nähten. „Sonntags bei gutem Wetter geht es im Hof richtig zur Sache. Dann spielen hier 25 Menschen jeden Alters Boule und Schach“, freut sich Horst Dillmann. Und die Macher haben noch viele Ideen: Im angegliederten Heimatmuseum Ostheim soll bald ein Trauungszimmer eingerichtet werden, in einem Nebengebäude eine Werkstatt entstehen, in der beispielsweise die Jugendlichen der Vogelschutzgruppe Nistkästen basteln können.
Weil der Umbau zu einem Museum an den hohen Kosten scheiterte, dümpelte der sogenannte Weiderhof lange vor sich hin. Schließlich entschloss sich die Stadtverordnetenversammlung, das Gebäude für den symbolischen Preis von einem Euro an einen Trägerverein zu veräußern. 120 Bürger aus Ostheim machten bei der entscheidenden Sitzung Druck. Zuschüsse von Stadt, Land, Heimat- und Geschichtsverein sowie großzügige Spenden ermöglichten die Sanierung. Die Muskelhypothek war immens: Allein Dillmann und Köppel, beide über 80, karrten rund 30 Container Schutt aus den Gebäuden. „Man kann es nur so deutlich sagen: Die Beiden haben sich den Allerwertesten für das Projekt aufgerissen“, sagt Bürgermeister Schultheiß.
Entstanden ist ein Treffpunkt für alle Generationen mit vielfältiger Nutzung – ähnlich wie der Schützenhof in Raabes Heimatgemeinde Rodenbach, wo er einst Bürgermeister gewesen ist. „Für eine Gemeinde sind solche Treffpunkte und vor allem solch engagierte Bürger ein wahrer Glücksfall“, bilanzierte Raabe.

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