Pressemitteilung:

05. August 2016
Bericht aus Berlin vom 05.08.2016

Menschlichkeit und Wachsamkeit

Sie überfahren Kinder mit Lastwagen, sie schlagen mit Äxten auf Zuggäste ein und sie schneiden einem 84-jährigen Priester die Kehle durch: Die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) geht mit großer Feigheit und unfassbarer Brutalität vor. Außerhalb Europas sind es vor allem Muslime, die Opfer der Anschläge werden. Denn jeder, der sich nicht ihrer pervertierten Auslegung des Islams unterwirft, ist für die Terroristen ein lebensunwerter Ungläubiger. Der Terrorismus muss deshalb an der Wurzel des Übels bekämpft werden. Die Allianz der über 60 Staaten, die gemeinsam mit Deutschland auf Bitten der Vereinten Nationen militärisch gegen den "Islamischen Staat" vorgeht, muss ihre Aktivitäten verstärken, damit der "IS" zumindest territorial besiegt wird und seine Ausstrahlungs- und Anziehungskraft verliert. Gleichzeitig müssen wir die Strategie der Terroristen durchkreuzen, bei uns Angst und Hass zu säen und unsere Gesellschaft zu spalten. Wir sollten deshalb mit Lebensfreude unser freiheitliches Leben fortführen und weiterhin mit Menschlichkeit der großen Mehrzahl der friedlichen Flüchtlinge begegnen. Hier leisten viele Menschen im Main-Kinzig-Kreis ehrenamtlich eine großartige Arbeit. Um diejenigen, die teils als Flüchtlinge getarnt als Kämpfer des IS zu uns kommen, müssen sich die europäischen Sicherheitsbehörden noch besser ausgestattet und abgestimmt kümmern. Wir brauchen aber auch verstärkte Wachsamkeit gegenüber denjenigen, die sich erst hier in Deutschland vor allem durch das Internet radikalisieren. Hier sollten auch unsere Gesetze verschärft werden. Genauso wie das Anschauen von Kinderpornographie im Internet sollte meiner Meinung nach auch strafbar werden, wer sich ohne berechtigtes Interesse Hinrichtungs- und Propagandavideos des IS anschaut. Dann hätten unsere Sicherheitsbehörden auch bessere Möglichkeiten bei Hinweisen auf eine Radikalisierung Ermittlungen einzuleiten und Durchsuchungen vorzunehmen. Dafür brauchen wir aber auch mehr Personal bei der Polizei und den Sicherheitsbehörden. Islamistische Straftäter müssen ins Gefängnis oder möglichst abgeschoben werden. Wer unsere Gastfreundschaft und Menschlichkeit missbraucht, hat bei uns nichts verloren.

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