Pressemitteilung:

27. Oktober 2016

„Zuhause in Globalien“

Dr. Sascha Raabe besucht Flüchtlingsprojekt in Erlensee

Dr. Sascha Raabe besucht Flüchtlingsprojekt in Erlensee
Erlensee. Ihr „absoluter Herzenswunsch“ sei es, in Frieden in Afghanistan zu leben, aber dort werden sie von den Taliban mit dem Tod bedroht, so berichteten es die Flüchtlinge. Ermordete Eltern, Drohungen gegen die Familie, Angst in jeder Minute – diese Schilderungen der Flüchtlinge waren für den erfahrenen Entwicklungspolitiker Dr. Sascha Raabe keine neuen Geschichten, aber „die persönlichen Schilderungen solch traumatischer Erlebnisse von den Betroffenen berühren mich immer wieder zutiefst“.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete sprach im Bürgerhaus „Zum neuen Löwen“ in Erlensee mit Flüchtlingen aus Afghanistan, Syrien, dem Iran und weiterer Länder, deren Einzelschicksale sie gemeinsam nach Deutschland geführt haben. „Für uns ist es reines Glück und purer Zufall, dass wir hier und nicht in Kabul oder Damaskus geboren wurden. Unsere Aufgabe ist es, Fluchtursachen vor Ort zu bekämpfen, damit niemand seine Heimat verlassen muss. Gleichzeitig müssen wir denen, die zu uns geflüchtet sind, von Anfang an hier bei der Integration helfen", sagte der Experte für Entwicklungspolitik.
„Begegnungen sind das Wichtigste, der Schlüssel für Verständnis zwischen Flüchtlingen und Deutschen“, sagte Raabe. Denn Integration beruhe auf Gegenseitigkeit. Damit haben die Neu-Erlenseer erst einmal intern begonnen. Gemeinsam mit Anita Losch und Torsten Stoll arbeiten sie an diversen Projekten. „Theater, Lesen, Musik und Spiel führt sie zusammen, und dabei lernen sie ganz automatisch die deutsche Sprache“, erläuterte Torsten Stoll. Die Projekte des Bürgervereins soziales Erlensee werden vom Bund finanziell unterstützt - für Raabe „sehr gut angelegtes Geld“.
Das Theaterprojekt für Erwachsene und Jugendliche aus sechs Nationen trägt den Titel „Zuhause in Globalien“. Nach Aufführungen in der Region soll im Sommer 2017 ein Gast-spiel in Berlin folgen. Raabe sicherte zu, dass er dann sehr gerne das Theaterstück besuchen und der Gruppe dann auch einen Besuch des Bundestages ermöglichen wolle. "Hier wird eine tolle Arbeit für die Integration geleistet", lobte Raabe. Zum Abschluss übergab ihm die Gruppe eine Unterschriftenliste mit Bitte um Weitergabe an Innenminister de Maizière von Bürgerinnen und Bürgern aus Erlensee und Umgebung, die sich für ein Bleiberecht der afghanischen Flüchtlinge in Deutschland einsetzen. Raabe versprach diese Unterschriftenliste an den Innenminister weiterzuleiten und sich für schnelle und faire Verfahren einzusetzen.




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