Pressemitteilung:

13. Oktober 2016
Bericht aus Berlin

Gerechter Lohn

Es sind die Vorboten der Bundestagswahl im nächsten Jahr: Die Parteien nominieren nach und nach ihre Kandidaten. So geschehen auch in der Rodenbachhalle am vergangenen Donnerstagabend, wo mich die hiesige SPD wieder einstimmig aufgestellt hat. 100 Prozent Zustimmung in der eigenen Partei sind natürlich ein toller Vertrauensbeweis, den ich als große Motivation ansehe, um auch bei den Wählerinnen und Wählern im nächsten Jahr eine hohe Zustimmung zu erhalten.
Ein zentrales Zukunftsthema wird aus meiner Sicht fair bezahlte Arbeit sein, also Jobs, von denen man auch wirklich gut leben kann – hierzulande und weltweit. Mit dem Mindestlohn haben wir in Deutschland bereits einen wichtigen Schritt getan. Und mit dem von Bundesministerin Manuela Schwesig letzte Woche auf den Weg gebrachten Lohngerechtigkeitsgesetz werden wir noch einen weiteren Schritt zur Angleichung der Löhne von Männern und Frauen machen. Aber genauso, wie wir für gute Arbeitsplätze hier bei uns sorgen müssen, müssen wir uns auch in anderen Ländern dafür einsetzen, insbesondere in den Entwicklungsländern. Der Welttag für menschenwürdige Arbeit war in der letzten Woche Anlass, um auf die Missstände aufmerksam zu machen: Ausbeutung, Hungerlöhne, Zwangs- und Kinderarbeit, lebensgefährliche Arbeitsbedingungen. Neben Krieg und Gewalt sind es solche schlimmen Verhältnisse, die Menschen zur Flucht treiben. Vor Ort in den Entwicklungsländern Abhilfe zu schaffen ist also in unserem ureigenen Interesse, wenn wir Fluchtursachen wirksam bekämpfen wollen. Wer einen guten Job hat, wird seine Heimat nicht verlassen. Und Fakt ist auch: Je besser die Arbeits-und Umweltschutzbedingungen und je gerechter und höher die Löhne in Afrika, Asien und Lateinamerika sind, desto besser ist es auch für den Erhalt der deutschen Arbeitsplätze und des deutschen Lohnniveaus. Und ganz konkret auch für die Arbeitsplätze und die Löhne im Main-Kinzig-Kreis. Denn nur wenn wir überall auf der Welt faire Löhne durchsetzen, können wir verhindern, dass Unternehmen die Standorte und Arbeitnehmer gegeneinander ausspielen. Es muss endlich Schluss damit sein, dass Konzerne dahin gehen, wo sie Mensch und Umwelt am meisten ausbeuten können.

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