Pressemitteilung:

03. Juni 2017

Viele rote Hände für Dr. Sascha Raabe

Tümpelgartenschule beteiligt sich an Aktion gegen Einsatz von Kindersoldaten
Rote Hände gegen den Export von Waffen: Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe und Hanaus Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (links) folgen im Beisein von Schulleiterin Siggi Lotz-Schäfer (rechts) dem Beispiel der Tümpelgartenschüler.
+Die Tümpelgartenschule beteiligt sich an einer Aktion gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

Hanau. Die Umrisse dutzender roter Hände auf Papier und dazu eine lange Unterschriftenliste: Mit diesem „Gepäck“ kehrte Dr. Sascha Raabe aus der Tümpelgartenschule Hanau zurück. Vertreter der Haupt- und Realschulklassen der Jahrgänge 8 bis 10 hatten dem SPD-Bundestagsabgeordneten im Beisein von Hanaus Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und Schulleiterin Siggi Lotz-Schäfer quasi ihre Hände in die Hand gelegt, um sich im Bundestag dafür einzusetzen, dass Deutschland keine Waffen mehr in Krisengebiete exportiert, in denen Kindersoldaten eingesetzt werden. Die Aktion war der Schlusspunkt des Schulprojekts „Frieden – ja, aber welchen?“, das die Lehrkräfte Daniela Hache und Sascha Hundsdorf initiiert hatten.

„Das ist eine gute Forderung“, lobte SPD-Entwicklungshilfeexperte Raabe, der sich mit Weiss-Thiel einig war, dass die Tümpelgartenschule eine „ganz tolle Aktion“ auf die Beine gestellt habe. Die Schüler fassten für die Politiker einige Fakten zusammen, die sie im Laufe des Projekts gesammelt hatten. Rund 250.000 Kindersoldaten seien weltweit im Einsatz. Und vor allem Konzerne aus Deutschland, der drittgrößten Rüstungsexportnation der Welt, würden von dem blutigen Geschäft mit Kleinwaffen und Sturmgewehren profitieren. Raabe ergänzte, dass Waffenexporte ein wichtiges, aber nicht das einzige Problem seien. Ein ebenso großes seien die oft dunklen Geldströme, mit denen Krieg und Waffen finanziert werden. Er habe sich daher in den letzten Jahren erfolgreich für eine EU-weite verbindliche Verordnung stark gemacht, mit der die Finanzierung von bewaffneten Auseinandersetzungen durch sogenannte Konfliktmineralien insbesondere in Afrika verhindert werden soll. Bislang, so Raabe, habe es nur freiwillige Leitlinien gegeben, an denen sich die Unternehmen orientieren konnten. Raabe: „Unsere Edelmetall-verarbeitenden Unternehmen wie Heraeus und Umicore hatten sich in der Vergangenheit schon selbst freiwillig hohe Standards gesetzt. Sie haben meine Forderung daher tatkräftig unterstützt. Künftig gelten die hohen Standards für einen sauberen Handel für alle europaweit. Das hilft Krieg und das Elend von Kindersoldaten zu verhindern – und es hilft unseren ehrlichen Unternehmen, weil es die schwarzen Schafe der Branche jetzt sehr viel schwerer haben.“
Raabe, der bereits anlässlich des internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldaten im Februar mit dem Symbol der roten Hand direkt im Bundestag Farbe bekannt hatte, forderte die Schüler auf, Engagement für ihre Interessen an den Tag zu legen und dabei Mitschüler und Eltern für ihre Themen zu sensibilisieren. Auch der Weg zur Politik stehe immer offen, sagte Weiss-Thiel: „Hier sind ein Bundestagsabgeordneter und ein Bürgermeister, die ihre Büros quasi vor eurer Haustür haben.“

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