Pressemitteilung:

12. Dezember 2019

Parteiübergreifend für die Sanierung

Bundestagsabgeordnete Leikert und Raabe setzen sich gemeinsam für „Limesmauer“ ein
+Einsatz für den Erhalt der längsten römischen Mauer in Hessen: Dr. Sascha Raabe, Dr. Katja Leikert, Max Schad und Stefan Uchtmann, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Großkrotzenburg.

Großkrotzenburg. Die Sanierung von Schloss Philippsruhe und der Bau des Brüder-Grimm-Mitmachmuseums in Hanau wurden vom Bund mit einem Millionenbetrag unterstützt. In Großkrotzenburg würden schon einige Zehntausend Euro genügen, um einer historisch bedeutsamen Stätte wieder zu mehr Standfestigkeit zu verhelfen. Dr. Katja Leikert (CDU) und Dr. Sascha Raabe (SPD) werden sich gemeinsam dafür einsetzen, dass die „Limesmauer“ in das Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes aufgenommen wird. „Wir werden uns auf allen Ebenen engagieren“, erklärten die beiden lokalen Bundestagsabgeordneten, die den Zuschuss für Schloss Philippsruhe bereits parteiübergreifend und erfolgreich initiiert hatten.

Die um das Jahr 100 nach Christus errichtete Kastellmauer ist die längste noch erhaltene römische Mauer in Hessen. Gemeinsam mit der Turmruine bilden sie das einzig noch sichtbare überirdische Bauwerk römischen Ursprungs diesseits des Rheins. Der von den Römern verbaute schwarze Basalt mischt sich mit dem roten Sandstein aus dem Mittelalter, den das Stift Mainz in seiner 900 Jahre währenden Regentschaft zu Reparaturen eingesetzt hatte – dazwischen Löcher und Risse. „Die Mauer ist unheimlich instabil“, sagt Stefan Uchtmann, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Großkrotzenburg. Archäologen und das Denkmalschutzamt des Main-Kinzig-Kreises haben das Mauerwerk bereits vermessen, kartiert und eine Schadensliste erstellt. Die Kosten von 90.000 bis 100.000 Euro übersteigen allerdings die Möglichkeiten von Kreis und Gemeinde.

Uchtmann holte Max Schad, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der CDU-Fraktion Großkrotzenburg ins Boot, der den Kontakt zu den beiden Bundestagsabgeordneten herstellte. Die Idee: Wird die Mauer und das Denkmalschutz-Sonderprogramm aufgenommen, übernimmt der Bund die Hälfte der Kosten; das Land Hessen würde die andere Hälfte übernehmen. „Die Kastellmauer ist eine Besonderheit, die mit überschaubaren Mitteln erhalten werden kann und sollte“, zeigten Leikert und Raabe sich einig.



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