Meldung:

19. Februar 2021

Flagge zeigen gegen Rassismus

Heute haben wir gemeinsam u.a. mit Nancy Faeser, Christoph Degen, Thorsten Stolz und unserer stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden Serpil Midyatli an den Tatorten mit Blumenkränzen der Opfer des rassistischen Terroranschlags vom 19.Februar 2020 in Hanau gedacht. Es ist gut, dass so viele Menschen am Jahrestag der Opfer gedenken und ihre Solidarität zeigen. Wichtiger ist es jedoch, dass wir jeden Tag mit Zivilcourage Flagge gegen Alltagsrassismus, Hass und Hetze zeigen. Denn Taten gehen meist Worte voraus. Der rechtsradikale Täter, der im Sommer 2019 in Wächtersbach auf einen Flüchtling aus Eritrea schoss, war in seiner Stammkneipe lange bekannt für seine gehässigen Sprüche und Mordabsichten gegen Asylbewerber. Weder die Gäste noch der Kneipenwirt schritten ein. Der Täter von Hanau war ebenfalls lange vor seinen feigen Morden als Rassist bekannt ohne dass dies zu ernsthaften Konsequenzen geführt hätte. Er durfte sogar legal Waffen besitzen.
Rassismus, Hass und Hetze finden nicht nur im Internet und in Kneipen, sondern auch in deutschen Parlamenten statt. Bei der AfD gibt es auch in der Führungsriege Mitglieder, die Rassismus salonfähig machen wollen. Die Opfer von Hanau waren keine Fremden. Meine Bundestagskollegin Kollegin Aydan Özoguz ist auch keine Fremde, sondern sie wurde in Hamburg geboren. Dies hielt AfD-Spitzenmann Alexander Gauland im Jahr 2017 nicht davon ab, Frau Özoguz „in Anatolien entsorgen“ lassen zu wollen, weil sie eine andere Meinung vertrat als er. Im letzten Jahr sagte der damalige Pressesprecher der AfD-Bundestagsfraktion laut Medienberichten folgende Sätze hinsichtlich des Zuzugs von Migranten: „Das haben wir mit Gauland lange besprochen: Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD...Wir können die [Migranten] nachher immer noch alle erschießen, das ist überhaupt kein Thema, oder vergasen, oder wie du willst, mir egal.“ Das sind die geistigen Brandstifter, die Rechtsextreme und Verwirrte in ihren Taten bestärken. Dagegen müssen wir immer und überall vorgehen. Wir sind mehr!

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